Ausbildung
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"Wenn Du ein Schiff bauen willst, bestelle nicht einfach ein paar Handwerker, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem Meer" |
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Es ist ja nicht so, dass man sich einfach in den Unterricht setzt, Stoff erzählt bekommt, unter Anleitung was übt, zur Prüfung geht und dann eine Firma aufbaut. Eine zweijährige Lernzeit in einer kleinen Gruppe lehrt nicht nur sein Pferd zu verstehen, sein eigenes Pferdemanagment zu überdenken und verbessern, seinen eigenen Körper zu verstehen, die Schmerzen von Pferden wahrzunehmen sondern auch die Menschen zu verstehen, die mit Pferden umgehen.
Und ich, und die anderen Lehrer, lernen von den Teilnehmern, auf die Fragen gezielt einzugehen, auf Verständnisprobleme zu reagieren, die Gruppendynamik zu lenken, manche medizinische Tatbestände noch mal zu überdenken, die Griffe zu optimieren.
Mein Ziel der IPP-Ausbdildung ist nicht das Auswendiglernen von Muskeln und Merksätzen oder das genaue Einstudieren von Handgriffen oder die Vermittlung von einfachen Konzepten wie wenn-dann, sondern eine Vermittlung des Basiswissens. Wie funktioniert Statik, wie funktionieren Gelenke, wie funktioniert Gewebe, wie funktioniert das Pferd. Nur wie kann welcher Handgriff warum aussehen? Das ist das Kernstück der IPP-Ausbildung in Pferdephysiotherapie: die Vermittlung von logischem Denken auf der Basis von Neurophysiologie und Biomechanik. Dann ergeben sich von selbst neue Handgriffe und neue Ideen, die letztendlich der jungen Physiotherapie am Pferd eine Zukunft geben.

