Anerkennung

Gesetzesgrundlagen


Das Berufsbild des Pferdephysiotherapeuten ist staatlich nicht existent, die Tätigkeit der Physiotherapie am Pferd ist gesetzlich nicht anerkannt. Das bedeutet, dass ein jedermann beginnen kann, Pferde zu behandeln, Methoden zu erfinden, Flyer zu drucken, Homepages auf zu stellen, Seminare zu halten oder Schulen zu eröffnen. Ausschließlich der Markt regelt derzeit wer zu welchem Pferd kommt und welche Seminare und Schulen besucht werden.

Die Plakette „staatlich anerkannt“ ergibt sich aus Einzelverhandlungen von Schulen mit anderen Fachverbänden, die dann staatlich anerkannt sind. So zum Beispiel erkennen Krankengymnastikverbände oder Pferdepflegerverbände oder Tierärzteverbände bestimmte Ausbildungseinrichtungen an, die dann mit dem Siegel „staatl. Anerkannt“ werben.

Tatsächlich ist bis zum heutigen Tage keine Gesetzgebung zustande gekommen, die den Inhalt der Tätigkeit eines Pferdephysiotherapeuten regeln. So gibt es auch keine Ausbildungsrichtlinien und keine staatlichen Prüfungsabnahmen.

Das IPP hat solche marktwirksamen Einzelverhandlungen bisher abgelehnt. Wir sind vielmehr daran orientiert, eine gute Basisarbeit zu leisten, um vor allem die Anerkennung in der Veterinärmedizin und bei den Pferdebesitzern zu finden. Nur durch sachlich orientierte und fachliche ordentliche Arbeit im Sinne der Berufsethik der Tiermedizin und des Tierschutzes kann die junge Pferdephysiotherapie eine Zukunft haben.

 

Voraussetzung für die Ausbildung in Pferdephysiotherapie

Wir möchten es auch therapeutisch talentierten „Pferdemenschen“ ohne  medizinische Vorkenntnisse ermöglichen, eine Ausbildung in der Pferdephysiotherapie zu absolvieren. Eine mindestens 5 jährige Erfahrungszeit mit dem Pferd müssen nachgewiesen werden. Die Bestätigung hierfür ist schriftlich vorzulegen (z.B. Besitzurkunde, Bestätigung über Reitbeteiligung). Insbesondere möchte das IPP gerade die Berufsgruppen ansprechen, die professionell bereits mit dem Pferd arbeiten (Reitlehrer, Hufschmiede, Sattler, Züchter...) jedoch von anderen Instituten aufgrund der mangelnden Medizinkenntnisse nicht aufgenommen werden. Gegen Ende der Ausbildung reichen sich erfahrungsgemäß die Medizinlaien (z.B. die Reiterin) und die Mediziner (z.B. die Human- Physiotherapeutin) auf gleicher Höhe die Hände.