Tanja Richter privat

     
 
 
     
 

Pferde sind seit meinem 10.Lebensjahr fester Bestandteil meines Lebens. Ich wuchs auf einer Nordseeinsel auf und lernte das Reiten auf Touristen-Ponys, auf denen wir im Winter Wettrennen am Strand ohne Sattel veranstalteten. Mit 13 bekam ich mein erstes eigenes Pferd. Sune war ein bildschöner 3jähriger Vollblut-Trakehner-Rappe. Er war das schnellste und schönste Pferd auf der Insel. Oft fegten wir abends am Meer entlang, mit dem wehenden Sand um die Wette. Es dauerte nur 10 Jahre, dann ging er auf 3 Beinen lahm. Der viele Galopp in dem tiefen Sand, die Ständerhaltung im Winter, die langen Zehen und mein Reiten mit Schlaufzügeln gaben den Rest. Damals als 19jährige ließ ich mich zum Töten von Sune überreden. Einige Jahre später erkannte ich, dass ich selbst mein Pferd zugrunde gerichtet habe, und heute weiß ich, ich hätte Sune retten können.

Dann kam Kaschan, mein Traum-Araber und lernte mit ihm kalifornisches Westernreiten durch Peter Kreinberg. In derselben Zeit studierte ich Physiotherapie am Menschen. Als Krankengymnastin besuchte ich viele Seminare über Manuelle Medizin in Marburg, Genk (Belgien) und Prag (Tschechien). Schon immer kam mir der Gedanke, die erfolgreichen Techniken der Manuellen Medizin auf das Pferd zu übertragen. Aber erst Pferde-Massage-Kurse in Österreich 1995 brachten den Anstoß, sich in diese Materie hineinzuwagen und sich intensiv mit der Anatomie, Biomechanik und Therapie der Wirbelsäule des Pferdes zu beschäftigen. Daraus entwickelte ich Handgriffe zur sanften Mobilisation der Pferdewirbelsäule, die bis zum heutigen Tage immer wieder durch weitere Erkenntnisse optimiert werden.

Nicht nur meinem Kaschan haben diese Erkenntnisse geholfen, sondern mittlerweile über 700 Pferden. Über die Erkenntnisse und Erfahrungen der ersten Jahre schrieb ich mein erstes Buch („Massage“, Müller-Rüschlikon-Verlag) und fasste den Mut im Mai 2000 das 1.Institut für Pferdephysiotherapie zu gründen.

2001 lernte ich bei Salomon die energetischen Therapieformen am Pferd.

2001 entstand die Zeitschrift "Pferdephysiotherapie", aus der dann 2006 die TAP, "Therapie am Pferd", wurde. Aufgrund der hohen Kosten und Anstrengungen stellten wir die Produktion ein.

2002 hatte Dr. Zohmann mich nach Bad WIldungen in das Vierbeinerrehazentrum zur Fortbildung für Tierärzte und Tierarzthelferinnen in Manueller Therapie des Pferdes gerufen.

2005 kam mein zweites Buch "Manuelle Therapie der Pferdewirbelsäule" vom Sonntag-Verlag auf den Markt.

Neben diversen Vorträgen, Fachartikeln und Referaten auf int. Vet-Kongressen therapiere ich 3 - 5 Pferde pro Woche neben der Tätigkeit als Human-Osteopathin und Human-Heilpraktikerin in eigener Praxis.

Gott gebe mir die Kraft, noch lange Pferden und Menschen weiter zu helfen.